Von "alaaf" bis "hömma" – so vielseitig spricht NRW
Hömma, poofen und Fisimatenten: Wo andere hier nur Bahnhof verstehen, wird der eine oder andere Nordrheinwestfale wissend nicken. Wir präsentieren drei der vielen Mundarten in NRW.
Wer selbst aus unserem schönen Bundesland kommt oder dort zu Besuch ist, wird schnell merken: NRW ist nicht gleich NRW und das trifft auch auf die Sprache zu. Von Münsterländisch bis Rheinfränkisch werden hier viele unterschiedliche Mundarten gesprochen, die alle ihren ganz eigenen Charme und Charakter haben. Zum Beispiel diese drei:
Regiolekt: Pott-Deutsch
Wird hier gesprochen: Im Ruhrgebiet
Klingt so: hemdsärmelig, „dat-und-wat“-Sprache, „gesacht“ statt „gesagt“ und „guten Tach“ statt „guten Tag“, viele Zusammenziehungen (z. B. „hömma“ statt „hör mal“)
Klischees: Ruhrpöttler können mitunter ein bisschen grob und direkt wirken, haben das Herz aber sowas von am rechten Fleck – und tragen es vor allem auf der Zunge.
Beispiele: Pott, (Topf, Ruhrgebiet), Klümpken oder Klümpchen (Bonbon), Pinneken (Schnapsglas)
Regiolekt: Kölsch
Wird hier gesprochen: Köln
Klingt so: Singsang; ein bisschen so, als ob man schon vier Kölsch intus hätte.
Klischees: Kölner sind lebensfroh, lustig und immer für einen Spaß zu haben. Apropos: Wie nennt man einen Kölner, der im Lotto gewonnen hat? Jeckpot-Gewinner!
Beispiele: Kölle alaaf (Karnevalsruf, der so viel wie „Kölln allein“ bedeutet), Halver Hahn (Brötchen mit Käse), Köbes (Kellner)
BEREITS 25 NRW-MILLIONÄRE IN DIESEM JAHR!
Diese Zahl kann sich sehen lassen: 2024 wurden bereits 25 Tipper aus Nordrhein-Westfalen zu Millionären – so viele wie noch nie in einem Halbjahr! Hier finden Sie weitere spannende Gewinnerzahlen aus den ersten sechs Monaten des Jahres.
Regiolekt: Münsterländisch
Wird hier gesprochen: Münster
Klingt so: Das Mönsterlänner Platt hat viele Einflüsse aus dem Nieder- bzw. Plattdeutschen, was man sowohl an der Aussprache als auch am Vokabular merkt.
Klischees: Münsterländer und Westfalen allgemein sind eher zurückhaltend, reden nicht mehr als nötig und brauchen etwas, um aufzutauen – dann aber sind sie echte Herzensmenschen.
Beispiele: Döönkes (Geschichten), Maoltiet (Mahlzeit), Pumpernickel (Schwarzbrot)
Wo wird eigentlich das beste Hochdeutsch gesprochen?
Die Leibniz-Universität Hannover hat 2021 mittels einer repräsentativen Umfrage herausfinden lassen, wo die Deutschen das beste Hochdeutsch vermuten. Wenig überraschendes Ergebnis: Die niedersächsische Stadt Hannover führt die Liste mit 24 Prozent an. In NRW vermuten nur 6 Prozent das beste Hochdeutsch. Egal: Deutsch mit Charakter ist doch eh schöner, woll?
19.07.2024